In Memoriam Walter Braunfels

Toccata, Adagio und Fuge f-moll op. 43 für Orgel
Sinfonie fis-moll op.63/1 für Streicher

Zum 60. Todestag von Walter Braunfels (1882 bis 1954) erklingen im Rahmen der Dom-Konzerte zwei Werke dieses deutschen Komponisten. Braunfels, der auch ein gefragter Pianist war, hat in fast allen Gattungen komponiert: romantisches Lied, Klaviermusik, Kammermusik, große Orchesterwerke, Schauspielmusik und Oper. Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts stieg er zu einem Star der damaligen Musikszene in München auf. Nach 1933 wurde er, nach den Nürnberger Gesetzen als Halbjude eingestuft, mit Berufs- und Aufführungsverbot belegt. In dieser Zeit fand er zu einer ganz eigenen Klangsprache. Damals entstand sein Opus 43, Toccata, Adagio und Fuge f-moll für Orgel, uraufgeführt am 4. November 1946 in Bonn. Die große Streichersinfonie in fis-moll aus dem Jahr 1945 ist eine überarbeitete Fassung des Streichquintette op.63 und gilt als eine Art Pendant zu den "Metamorphosen" von Richard Strauss, die ebenfalls 1945 entstanden sind. Braunfels, der in der Zeit der Weimarer Republik als Direktor die Kölner Musikhochschule mit aufgebaut hatte, wurde 1947 erneut deren Direktor. Seit den Neunzigerjahren des 20. Jahthunderts erlebt sein Werk eine Renaissance.

 

Mittwoch, 10. September 2014

19:00 Uhr
München, Dom

Ausführende
Münchener Bach Orchester

Leitung und Orgel
Hansjörg Albrecht

Kartenbestellung
München Ticket, Tel. 089 54 81 81 81